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Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht

Apotheker aus Hannover gegen Apothekerkammer Niedersachsen

Niedersachsisches Oberfaltungsgericht, Az.11 LB 350/05,5 A 1556/04 vom 31.05.2007

 

Auszug aus dem Urteil:

"Der Kläger wendet sich gegen das Verbot,  Rezepturarzneimittel, die pauschalierend auch unter den Namen Mandelonitril,  Mandelonitril-Glykoside, Amygdalin, Laetrile, Vitamin B 17 bekannt sind, zu  vertreiben."

 

"Schließlich hat auch der vom Senat beauftragte  Gutachter hinsichtlich der betreffenden Aussagen in der Literatur ausgeführt: Das Ergebnis der durchgeführten Internet- und  Literaturrecherche zur Toxizität von Amygdalin ist ungewöhnlich einseitig und lückenhaft..."

 

"Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass das untersuchte reine Amygdalin stabil, eine Abspaltung von  Cyanid-Gruppen nicht festzustellen und eine Vergiftung durch  die Bildung von Blausäure nahezu ausgeschlossen sei..."

 

"Zu Recht warnen allerdings die  Beklagte und der Gutachter vor der Einnahme von Amygdalin unklarer Herkunft und unbekannter Reinheit und vor einer eigenmächtigen Bestellung über das  Internet von unbekannten bzw. nicht überprüften Herstellern, da in diesen Fällen die Gefahr einer Verunreinigung und damit einer Gesundheitsschädigung  besteht. Etwas anderes gilt jedoch, wenn - wie es aufgrund der im Verfahren gewonnenen Erkenntnisse bei dem Kläger der Fall ist - mit hochgereinigtem  Amygdalin, das keine Amygdalin-spaltenden Enzymeaktivitäten mehr enthält, gearbeitet wird und  die Ausgabe dieser Rezepturarzneimittel nur unter ärztlicher Überwachung erfolgt."

 "Die Verfügung ist rechtswidrig."

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